Insolvenzarbeitsrecht

Bei einer drohenden oder eingetretenen Insolvenz gelten im Arbeitsrecht andere Regeln. Das Arbeitsverhältnis wird von der Eröffnung der Insolvenz nicht berührt. Der Angestellte muss ganz normal bei der Arbeit erscheinen. Aber es übernimmt der Insolvenzverwalter die Funktion des Arbeitgebers. Er spricht mögliche Kündigungen aus, unterschreibt Aufhebungsverträge oder verfasst Arbeitszeugnisse.
Der Lohnanspruch des Angestellten bleibt bestehen. Für die ersten drei Monate vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Insolvenzgeld gegen die Agentur für Arbeit. Das Insolvenzgeld orientiert sich
am Nettogehalt des letzten Monats.

Lesen Sie im Folgenden die Rechtsprechungszusammenfassung des Bundesarbeitsgerichts zum Thema Insolvenzarbeitsrecht:

Insolvenzsicherung von Wertguthaben

Der Geschäftsführer einer GmbH kann für ein nicht gesichertes Wertguthaben aus einem Altersteilzeitarbeits-vertrag persönlich haften. Zwar ist die Haftung für Verbindlichkeiten einer Gesellschaft nach § 13 Abs. 2 GmbHG auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt; der Geschäftsführer haftet jedoch persönlich, wenn ein besonderer Haftungsgrund vorliegt. In einem Urteil vom 12. April 2011 (- 9 AZR 229/10 -) …

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